Texas Instruments: Der profitabelste Chip-Konzern der Welt

die Rede ist von Texas Instruments (TI) – auch ein Konzern aus der Halbleiterindustrie, das allerdings noch unter dem Radar der Anleger fliegt. Vielleicht liegt dies an dem – auf den ersten Blick – etwas langweilig anmutenden Produktportfolio der US-Amerikaner: Dort finden Sie keine Mikrochips oder Prozessoren für Krypto-Mining. Auch wer nach der letzten Spielkonsole von Microsoft oder Nintendo sucht, wird dort nicht fündig.

Der Fokus liegt auf integrierten Halbleitern für Automobilbranche, Unterhaltungselektronik, Kommunikationstechnik, Unternehmenssysteme sowie andere Industrieanwendungen. Dabei deckt TI von Waschmaschinen und Taschenrechnern über Mobiltelefone bis hin zu Satelliten eine sehr breite Produktpalette ab. Diese Produkte dominieren zwar nicht die Schlagzeilen, sind jedoch unverzichtbar für den Elektroniksektor.

TI ist laut einer Erhebung von IC Insights klarer Marktführer im Bereich der analogen Halbleiter – ein Markt, der sich einer sehr robusten Nachfrage erfreut und gemessen am Volumen in den nächsten 5 Jahren im Schnitt um 10 % zulegen soll.

Konjunkturflaute belastet kurzfristig

Die langfristigen Aussichten von TI sind also hervorragend, kurzfristig macht den Texanern jedoch das schwache Makroumfeld im Hardwarebereich zu schaffen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres musste das Unternehmen einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um 11 % auf 4,4 Mrd. USD und einen Rückgang des Nettogewinns um 22 % auf 1,7 Mrd. USD verkraften.

Dennoch: Man hat die Erwartungen der Wall Street beim Umsatz und Gewinn übertroffen. Und generell hat das Unternehmen in Bezug auf seine Quartalsergebnisse eine makellose Historie. In den letzten 20 Quartalen lag TI beim Gewinn immer über den Erwartungen der Analysten. Eine Leistung, die im Branchenvergleich ihresgleichen sucht.

Der Chip-Konzern erwartet für das Q2 einen Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich von 11 bis 20 % und einen Gewinnrückgang um 19 bis 33 %. Das negative Momentum im operativen Geschäft dürfte jedoch schon bald sein Ende finden. Bereits für das Geschäftsjahr 2024 gehen die Wall-Street-Experten wieder von einem zweistelligen Gewinnwachstum um 11 % und einer Steigerung der Erlöse um 8 % aus.

Gewinnmaschine mit dicksten Margen in der Chip-Branche

Dabei sind die Texaner bestens aufgestellt, um jegliche Krisen zu überstehen. Mit einer operativen Marge von über 50 % ist TI der profitabelste Chip-Konzern der Welt. Grund: TI hat aufgrund seines universellen Produktportfolios einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Halbleiterfirmen.

Analoge Chips haben sehr lange Produktlebenszyklen (bis zu 15 Jahre) und unterliegen daher nicht so hohen Preisschwankungen wie kurzlebige Halbleiter im Mikroprozessorbereich. Dadurch fallen auch die Forschungs- und Entwicklungskosten von TI niedriger aus als bei seinen Wettbewerbern.

Ein weiterer Grund für die Margenstärke von TI ist, dass es im Vergleich zu seinen Konkurrenten, die ihre Chip-Fertigung an andere Unternehmen wie etwa TSMC auslagern, nicht auf externe Dienstleister angewiesen ist. TI fertigt seine Chips kostengünstig in den eigenen Produktionsstätten.

Das positive fundamentale Bild wird durch die faire Bewertung des Titels abgerundet. Das aktuelle KGV von 19 liegt unter dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt (21). Auch im Branchenvergleich weist die US-Aktie keinerlei Überbewertung auf.

Regelmäßige Aktienrückkäufe: Hier investieren wir gerne

Der Halbleiterproduzent setzt alles daran, den Aktionärswert über die Jahre hinweg zu steigern. Auf der Investor-Relations-Seite des Unternehmens wird explizit darauf hingewiesen, dass der Free Cashflow die wichtigste Kennzahl zur Messung der Unternehmensperformance für das Management ist.

Seit 2004 habe das jährliche Wachstum der freien Mittelzuflüsse pro Aktie satte 11 % betragen. Weitere Steigerungen sollen durch „disziplinierte Kapitalallokation“ und „höhere Effizienz“ beim Umsatz- und Gewinnwachstum sowie bei Ausgaben in den Bereichen Forschung und Marketing erreicht werden.
Ein Großteil der freien Mittelzuflüsse dürfte auch künftig an die Anleger in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden zurückgegeben werden.

In den vergangenen 19 Jahren reduzierte der Konzern die Zahl seiner ausstehenden Aktien um rund 50 %. Weitere Rückkäufe werden bald folgen: TI will laut eigenen Angaben hierzu 22 Mrd. USD in die Hand nehmen.

Attraktiver Dividendenwert mit fairer Bewertung

Der Marktführer für Analog-Chips überzeugt mit einem sehr profitablen Geschäftsmodell, universellem Produktportfolio, gesunder Bilanz und anlegerfreundlichem Management. Die Dividende wird 4-mal im Jahr quartalsweise ausgeschüttet.

Sie können Texas Instruments über Tradegate oder Xetra mit einem Kauflimit von 160,00 EUR kaufen oder die Aktie natürlich auch direkt an der Nasdaq billigst ordern. Handeln Sie an deutschen Handelsplätzen allerdings sicherheitshalber erst nach 15.30 Uhr unserer Zeit, also nach Eröffnung der New Yorker Börse. 

 

Texas Instruments Inc.

WKN / ISIN:                        852654 / US8825081040
Börsenplatz:                    Tradegate
Limit: kaufen bis 160,00 EUR
Depot:                                 Dividenden PRO+

Jahr 2022 2023e 2024e 2025e
Gewinn je Aktie in USD:
9,41 7,05 6,51 7,74
Gewinnwachstum in %: +14 -25 -8 +19
Umsatz in Mrd. USD: 20,03 17,57 17,69 19,92
Umsatzwachstum in %: +9 -12 +1 +13